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Hier wollen wir Sie mit unseren Tanzerlebnissen ein bißchen unterhalten!
Die siebente"Tanzplauderei"
"13 Euro! San se d......!?"
Der 33. 5-Uhr-Tee im März 2009 begann für unsere "Empfangsdame" Renate am Saaleingang sehr "amüsant":
Aufgefallen ist uns das Trio bereits beim Betreten des Eingangsbereiches. Ein "Herr" kam mit zwei Damen und sah, dass die Bekleidung an der Garderobe von unserem "Personal" in Empfang genommen wird. Daraufhin nahm er seiner Begleitung sofort die Jacken ab und trug sie hinaus ins Auto.
Da bei uns die Garderobe ja nichts kostet, entlockte uns das zwar ein Schmunzeln aber sonst war es für uns nicht von Bedeutung und wir schenkten dem Vorfall keine besondere Beachtung. Nicole nahm im Kassebereich nur wahr, dass die Damen, während sie auf ihren Kavalier warteten, miteinander tuschelten. Sie verstand aber nur Wortfetzen: "13 Euro ... schon teuer ... wollen wir ihm nicht gleich entgegengehen?"
Kurz darauf "tauchte" (im wahrsten Sinne) der Herr, völlig überraschend - anscheinend aus dem Untergrund - auf. Mit einem Abstand von vielleicht fünfzehn Zentimetern und etwas unterhalb des Gesichtes von Renate (mehr war bei seiner Größe nicht möglich) schnaubte er lautstark:
"13 Euro, für an 5-Uhr-Tee!? San se deppert!? Do san ma jo 5 Euro scho z´vül!"
Dabei klopfte er sich immer wieder mit der flachen Hand gegen die Stirn.
Renate war so perplex, dass sie die Beleidigung vorerst gar nicht richtig mitbekam sondern nur darauf antwortete, dass er ja freiwillig hier sei und nicht zum Verweilen gezwungen werde. Nach einem Blick in den Saal kam dann schnippisch:
"Nau typisch, a Taunzschui!"
"Wir sind keine Tanzschule, das ist eine öffentliche Veranstaltung, die für alle zugänglich ist."
"Owa de kennan jo olle taunz´n"
"Natürlich, schließlich ist es ja eine Tanzveranstaltung. Ob, beziehungsweise wie gut unsere Gäste tanzen können liegt nicht in unserem Bereich."
"Des hätten´s owa in da Zeitung schreib´n miass´n, dass ma do taunzt!"
"Wir nehmen an, dass man unter der Bezeichnung "5-Uhr-Tee" damit rechnet, dass es eine Tanzveranstaltung ist. Wenn Sie damit nicht zurechtkommen, können Sie ja wieder gehen."
Daraufhin verließ uns - Gott sei Dank - das merkwürdige Trio; allerdings nicht ohne vorher die Toiletten zu benutzen.
Wir sind von diesem "Überfall" so überrascht worden, dass wir gar nicht dazu kamen, angemessen darauf zu reagieren!
Was blieb war nur eine große Verwunderung und ein kleiner Ärger:
"Schod´, dass ma ka Klofrau haum, daunn hätt´ mas wenigstens für´n Besuch vom Häusl zur Kassa bitt´n kenna!"
Hilfe!!! So ein Publikum könnte sprachlich direkt auf uns abfärben!!!
In den Niederösterreichischen Nachrichten erschien daraufhin folgende Zusammenfassung:
Rüder Umgangston schockte Tänzer
Über eine unschöne Begegnung beim letzten 5-Uhr-Tee berichtet Organisator Johannes Raderer. Ein "Kavalier" in Begleitung zweier Damen "diskutierte" äußerst rüde über den Eintrittspreis und die Tanzkenntnisse der Besucher. "Wir waren so perplex, dass wir gar nicht angemessen darauf reagieren konnten", bedauert Raderer.
Schade, dass bei dieser extremen Zusammenfassung die Feinheiten des Ereignisses völlig verloren gegangen sind!
Die sechste"Tanzplauderei"
Der Mann führt ja!
Irgendwie kamen wir auf die Idee, ob auch unser Jüngster (damals gerade 10 Jahre alt) auch schon die Tanzprüfung ablegen könnte! Nachdem die größeren Geschwister vehement widersprachen - eine Prüfung, das war für sie das Unnötigste was die Tanzschule anbot - beschloss Thomas, es gerade deshalb zu versuchen. Cha-Cha-Cha, Boogie und Langsamer Walzer waren ihm vom gelegentlichen Üben mit Mama in der Perfektion schon bekannt, es fehlte also nur mehr ein vierter Tanz und eine Partnerin. Tanzpädagoge Walter meinte Foxtrott könnte gehen und besorgte auch gleich eine Partnerin. Kristina, damals knapp 16 Jahre alt, erklärte sich bereit, es mit dem (damals) Kleinen zu versuchen. Zwei, drei Übungsstunden wurden ausgemacht. Und schon bei der ersten kam für sie - nach einem tänzerischen Ausbruchsversuch - die große Überraschung:
"Das ist ja unglaublich! Der Mann führt ja!!!"
Die fünfte "Tanzplauderei"
Ein wirklich billiges Tanzvergnügen!
Diese Geschichte hat sich zwar in keinem Tanzsaal abgespielt, aber ohne unserem Tanzbazillus wäre es nicht dazu gekommen:
Ein befreundetes Paar lud uns zu einem 5-Uhr-Tee, veranstaltet von einem Verein in Wien, ein. Für mich als gewissenhaften Autofahrer bedeutet das eine genaue Vorbereitung. In die Zeitkalkulation musste, da mir das Ziel völlig unbekannt war, die Orts- und Parkplatzsuche eingerechnet werden. Allerdings brachte die zweitbeste Ehefrau von allen (die erstbeste muss ich copyrightmäßig wohl Ephraim Kishon überlassen - allerdings ist diese mittlerweile die erstbeste Witwe) also doch die erstbeste Ehefrau von allen, mein Zeitfenster durcheinander. Sie war erst zwanzig Minuten nach der geplanten Abfahrtszeit fertig. Mit zügiger (nicht rasender) Fahrweise konnte ich dieses Minus allerdings ausgleichen und wir waren - da wir uns in Wien weder verfuhren noch eine Parkplatzsuche notwendig war - bereits dreißig Minuten vor der Zeit am Ziel an. Wir warteten deshalb zwanzig Minuten, bis wir uns in den Tanzsaal begaben. Leider war die Beginnzeit aus organisatorischen Gründen auf achtzehn Uhr verschoben worden. Wir wurden aber eingeladen, an einer Lesung teilzunehmen. Diese fand in einer uns völlig unverständlichen Sprache statt. Nicht einmal ein einziges Wort konnten wir erahnen!
Trotzdem wurde der anschließende Tanzabend sehr nett. Wir (vor allem ich) waren zwar sehr behäbig da wir (und wieder vor allem ich) während des Vortrages der ausgezeichneten Mehlspeise und den schmackhaften Brötchen ausgiebig zusprochen hatten. Bei den äußerst moderaten Preisen und zur Unterstützung des Vereines mußten wir (natürlich wieder vor allem ich) das ja tun. Unser Resümee bei der Heimfahrt: " Ein netter, gelungener und vor allem äußerst billiger Tanzabend!"
Die endgültige Abrechnung erfolgte allerdings drei Monate später: 35 EURO für 92 km/h auf der A 22 auf Höhe Reichsbrücke bei der Hinfahrt!
Die vierte "Tanzplauderei"
Man(n) sieht rot!
Als Vater ist man sehr stolz, wenn man mit seinem Töchterchen Tanzkurse besuchen darf. Ich gab mir natürlich die größte Mühe, wollte nichts falsch machen und "Tanzpädagoge" Walter hatte immer ein Auge auf uns. Im Goldkurs überschlugen sich dann auf einmal die Ereignisse:
Eines wunderschönen Tag´s,
wieder einmal beim Foxtrott war´s
kommt Walter plötzlich hinter uns hergelaufen
mit einer CD und ich hör´ ihn schnaufen:
"Was siehst du da?" pfaucht er mich an.
"Eine CD, was ist Besonderes daran?"
"Die Farbe! Die Farbe will ich von dir wissen!
Rot!!! Rot!!! Du wirst hinausgeschmissen!
Was tanzt du da für einen Sch...?
Bei mir lernst du sicher nicht so ´nen Kas!
Außenseitlich steigst du da vorbei!
Das tut so weh, dass ich fast schrei!
Das kann doch wirklich gar nicht sein!
Sag´ einmal, was fällt dir ein!
Ich hoff´, dass ich das nie mehr seh´,
diesen Blödsinn beim Tipplechassé!"
Und weg war er mit Nicki! Ich stand da wie ein begossener Pudel. Sollte ich wirklich den Goldkurs zum dritten Mal machen?
Die dritte "Tanzplauderei"
Man(n) geht taktvoll vor!
Nachdem wir einige Monate lang tänzerisches Blut geschwitzt - und auch geleckt - hatten, spielte sich unser weiteres Familienleben vorwiegend in der Tanzschule ab. Das brachte es mit sich, dass auch unsere Kinder uns in die Perfektion begleiteten. Auch unser jüngster Sohn Thomas, damals ca. acht Jahre alt, war immer mit dabei. Um ihn zu beschäftigen, führte ihn Mama behutsam in manche Tänze ein. Er nahm alles äußerst gewissenhaft auf und hatte auch seinen Spaß daran. Nach einigen Monaten - er hatte gerade wieder einmal eine Square Rumba hinter sich gebracht - zupfte er den Tanzschulchef am Ärmel: "Du, Walter, gell der gedrehte Grundschritt geht auf acht Takte?" Antwort: "Ja - natürlich." Daraufhin zieht Thomas ihn zu sich hinunter und haucht ihm ins Ohr: "Geh, könntest du das der Mama auch einmal sagen?"
Die zweite "Tanzplauderei"
Die "Viertel"-Tänze
Nach sechs Tanzstunden bekamen wir die offizielle Erlaubnis, auch die Perfektion der Tanzschule zu besuchen.
In den - mühsam zu Papier gebrachten - Tanzschulballaden (Die gibt´s über jeden Tanzkurs!) liest sich das so:
Unser Problem war nur, die Tänze zu erkennen!
Der Discjockey versuchte sie zwar zu nennen,
doch anscheinend waren wir viel zu aufgeregt!
Nicht einmal mein Schatz den guten Mann versteht!
So saßen wir unschlüssig da und überlegten:
Nehmen wir den - oder warten wir auf den nächsten?
Das erste Viertel des Tanzes also mit Nachdenken verlief
bis ich mit sanften Druck meinen Schatz auf die Tanzfläche stieß!
Das zweite Viertel verbrachten wir damit,
zu raten, was ist das wohl für ein Schritt?
Zu welchem Tanz könnte der Takt wohl passen?
Und somit haben wir das dritte Viertel ziehen lassen.
Wie sich das letzte Viertel abgespielt hat? Darüber breiten wir lieber den Mantel des Schweigens!
Die erste "Tanzplauderei":
Mambotraining - das ist etwas für Männer!
Da ein Bekannter vor hatte, den Mambokurs in der Tanzschule zu besuchen, kamen wir - eifrige "Silbertänzer" - auf die Idee, auch mitzumachen. Man(n) hatte zwar keine Ahnung was ein Mambo ist aber Mut kann man(n) ja nicht kaufen - Tänzermut hat man(n)!
Die Überraschung am ersten Kursabend war groß - erstens war der Bekannte nicht anwesend - und zweitens: Dieser Tanz! Dafür hat man(n) nicht den Hüftschwung. Was blieb mir also übrig, als zu Hause im Wohnzimmer zu trainieren. Mitten in der größten Konzentration kam mein Töchterlein vorbei. "Papa, was machst du da?" "Mambo üben, was für eine Frage!" "Mambo? Das geht ganz anders." Ich verhielt mich still und übte meinen Grundschritt eifrig weiter - mein Töchterlein wird sich beim Mambo auskennen!? Hat ja nur ein Workshop in der Schule gemacht!
Der nächste Kursabend - ich stehe im Kreis der Grundschrittübenden und bin stolz auf meine Hausübung.
Hinter mir kommt der Tanzlehrer vorbei: "Hannes, was machst du da?"
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